Orientierungslos daherschwimmende Wale, Kommunikationsschwierigkeiten
unter Meeressäugern, irreversibler Schaden der Trommelfelle hervorgerufen durch die vergleichsweise Lautstärke eines startenden Kampfjets, Störungen
in der Fortpflanzung, gestrandete Wale, Todesursache Gehirnblutungen.
Immer wieder geraten diese Begriffe im Zusammenhang mit dem militärisch genutzten Sonarsystem LFAS („Surveillance Towed Array Sensor System Low Frequency Active Sonar“) in die Schlagzeilen. Die US-Navy plant den Einsatz dieser „LFAS“ genannten Technologie mit einem effektiven Ausgangsschallpegeldruck von 240 Dezibel in über 75 Prozent der Weltmeere; aber auch Länder wie Frankreich, Deutschland und Großbritannien bauen an ähnlichen Programmen. Bereits heute stören vergleichbare Systeme das Leben der Wale, die nach Übungen oder Einsatz von Hochleistungssonaren - beispielsweise auf den Kanarischen Inseln September 2002 – zum Teil strandeten oder tot geborgen wurden. Der Einsatz des „LFAS“ könnte demnach katastrophale Folgen für das Unterwasserleben ,nicht nur der Wale, haben.
Über den Zusammenhang streiten die Wissenschaftler
Trotz zahlreicher auffälliger Übereinstimmungen fehlt noch immer ein exakter wissenschaftlicher Beweis, inwiefern Wale, Delfine und andere Meeressäuger durch Krach im Meer beeinträchtigt, orientierungslos zur Strandung getrieben oder gar getötet werden.
Ebenso liegen noch keine fundamentierte Erkenntnisse vor, wie sich auf Taucher diese niedrigfrequenten Schwingungen auswirken. Benommenheit, Konzentrationsunfähigkeit, Schwindel, Kribbelgefühle, Gedächtnisschwund, Schlafstörungen und Depressionen werden unter anderem als mögliche Folgeerscheinung für Taucher genannt.
Spätestens nun dürfte nachvollziehbar sein, weshalb wir uns dazu entschlossen haben, über unser gewohntes Terrain hinwegzuschauen und Teil dieser Europäischen Koalition zu sein.
Neutrales Umweltgutachten als primäres Ziel
Wir werden auch in Zukunft keine Schiffe entern oder politische Banderolen den Bürgersteig auf und ab tragen. Oberstes Ziel der „Silent Oceans“ Kampagne und somit auch der einzelnen Koalitionspartnern unter uns ist es, ein neutrales Umweltgutachten zu erwirken. Ein Gutachten, dass von keinen Lobbyisten – gleich welcher Seite – für seine Zwecke erstellt wird. Mit einer groß angelegten Unterschriften-Petition möchten wir dieses Ziel erreichen.
Groß angelegte Petition: gefragt ist dein Engagement!
Was uns alle angeht, können wir nur gemeinsam lösen.“, so Friedrich Dürrenmatt. Eine Formulierung, die unser Anliegen auf das Beste unterstreicht.
So appellieren wir auch heute wieder an Euer Engagement und Eure Unterstützung. Nur mit Eurer Hilfe wird es uns gelingen auf politischer Ebene Gehör zu finden. Jede Unterschrift zählt und es wäre toll, wenn wir auch im Rahmen dieser Kampagne wieder mit einem Ergebnis aufwarten könnten, gleich wie bei der Turtle-Aktion, die zu einem Umdenken bei den entsprechenden Stellen führt.
Nähere Infos und weitere ausführliche Berichte unter www.silentoceans.org.
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