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Project
A.W.A.R.E Archiv
Project AWARE Archiv
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Seaturtle Bali
Kampagne |
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Aktualisierter Bericht
Stand 31.01.02
Die letzten Zeugen der Urzeit
Meeresschildkröten bevölkern unseren Planeten seit über
200 Millionen Jahren, sind hochentwickelte Tiere und verfügen
über erstaunliche Fähigkeiten. Obschon durch den Anhang
1 des Washingtoner Artenschutzabkommens weltweit geschützt
sind die Meeresschildkröten immer noch stark vom Aussterben
bedroht. In vielen Staaten ist der Handel mit Meeresschildkröten
oder den daraus gefertigten Produkten illegal und wird entsprechend
geahndet. Aber immer noch setzen sich zu viele Länder wegen
des enormen Handelswertes der Schildkröten über das Verbot
hinweg. Einige, allen voran Kuba und Japan, versuchen den internationalen
Schutz sogar seit Jahren wieder zu lockern.
Indonesien
Zu den international stärksten Abnehmern von Schildpattprodukten
gehören die asiatischen Märkte.
Auf der Insel Bali wurden bis vor kurzem jährlich über
25'000 Schildkröten auf grausamen Art und Weise gejagt und
abgeschlachtet, wie die indonesische Umweltorganisation KSBK "Animal
Conservation for Life" berichtet. In den letzten zehn Jahren
verlor in dieser Region eine Viertelmillion Schildkröten ihr
Leben. Dabei wurden die Tiere nicht nur in indonesischen, sondern
auch z.B. in malaysischen oder australischen Gewässern gestohlen
und dann von den balinesischen Schlachthäusern aus illegal
ins Ausland geschmuggelt. |
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Der Schildkrötenmord auf Bali
ist aber sicher schon lange kein nationales Problem mehr, weil das
dortige Morden auf die weltweit schwindenden Populationen insgesamt
fatale Auswirkungen hat. Davon abgesehen ist allein die Vorgehensweise
in den Schlachthäusern, wo die Tiere lebend ausgeweidet wurden,
absolut untragbar.
Die Kampagne "Seaturtles Bali"
Im Herbst letzten Jahres beschlossen wir uns in Zusammenarbeit mit
der Zeitschrift "tauchen" gegen diese fürchterlichen
Zustände zur Wehr zu setzen und starteten mit unserer Kampagne
Seaturtles Bali.
Diese Kampagne besteht aus verschieden Teilen:
Sammeln
von Unterschriften
Erarbeiten
von Statements
Publikationen
Spendenaktionen
zu Gunsten der Kampagne
Arbeit
vor Ort
Intervention
auf politischer Ebene
Eine wertvolle Hilfe in unserer Arbeit ist die bereits genannte
indonesische Organisation KSBK. Wir arbeiten eng mit ihr zusammen
und sie unterstützt uns von Project AWARE durch ihre Aktivitäten
gegen die Schildkrötenhändler. Umgekehrt gibt die KSBK
die Ergebnisse von Project AWARE den balinesischen Regierungsvertretern
bekannt und versorgt die nationalen Medien mit unseren Berichten.
Auf diese Weise möchte auch die Stiftung Project AWARE
die Verantwortlichen darauf aufmerksam machen, dass das Schildkrötenmassaker
in Indonesien europaweit mit grossem Entsetzen aufgenommen wird.
Eine vom Tourismus lebende Insel wie Bali kann sich derart negative
Schlagzeilen nicht leisten und so ist die Stiftung von der Effizienz
dieser Kampagne überzeugt. |
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Augenschein auf Bali
Im Zusammenhang mit einem Besuch auf Bali im Jahr 2001 führte
Project AWARE zusammen mit der KSBK eine Turtle Week
durch. Im Rahmen dieses Anlasses fand neben einer für alle zugänglichen
Ausstellung und anderen Aktivitäten zum Thema eine grosse Pressekonferenz
in der balinesischen Hauptstadt Denpasar statt. An dieser Medienkonferenz
nahmen über 40 Vertreter der Regierung, Polizei und Presse teil.
Anhand vieler beeindruckender Fakten erläuterte der Direktor
der KSBK Rosek Nursahid, warum das jährliche Abschlachten unbedingt
gestoppt werden müsse. Unter anderem zeigten die vorgelegten
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Zahlen den Anwesenden deutlich,
dass der auf die Massaker zurückzuführende Rückgang
der Schildkröten-weibchen bald das unwiederbringliche Ende dieser
Tierart bedeuten könnte.
Stellvertretend für die Stiftung Project AWARE stellte Kurt
Amsler die Seaturtles Bali -Kampagne vor und zeigte damit,
wie sehr das Schicksal der Schildkröten europaweit abgelehnt
wird. Abgesehen von den erschreckenden Auswirkungen der Dezimierung
wies er auch auf die möglichen negative Folgen im bezug auf den
balinesischen Tauchtourismus hin. Das Möglichkeit, dass viele
Touristen eine Insel, die als Drehscheibe des Schildkrötenhandels
bekannt ist, langfristig boykottieren könnten, erwies sich als
überzeugendes Argument.
Während und nach der Pressekonferenz konnte die Stiftung Project
AWARE wichtige Gespräche mit Vertretern der Regierung, der
Polizei und verschiedenen Umweltschutzorganisationen wie dem WWF führen
und dabei einige Erfolge erzielen. Beispielsweise erhielt die Stiftung
das äusserst wichtige Zugeständnis des Oberhaupts der balinesischen
Hindu-Priester, von nun an darauf zu verzichten, Schildkröten
im Rahmen religiöser Zeremonien zu opfern. Als nächstes
platzte eine durch die balinesische Polizei geplante Befreiungsaktion
schlicht aufgrund der Tatsache, dass alle Schlachthöfe leer waren.
Schliesslich konnten einige Händler zu erheblichen Gefängnisstrafen
verurteilt werden (siehe dazu PADI Member News 4/2001). Im Namen von
Project AWARE überzeugte sich Kurt Amsler vor Ort persönlich
von diesen Erfolgen. |
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Offizielle Übergabe
der Unterschriften
So gesehen stehen die Zeichen in Bali momentan wirklich gut. Dennoch
verfolgt die Stiftung Project AWARE ihre Kampagne Seaturtles
Bali weiter, um den Verantwortlichen zu zeigen, wie ernst ihr
das Projekt ist.
Anfang April dieses Jahres reist eine Delegation der Zeitschrift "tauchen"
und die Stiftung nach Bali und werden die bis dahin gesammelten Unterschriften
offiziell der balinesischen Regierung übergeben. Dabei konnten
bis Mitte Januar 2002 allein bei Project AWARE über 40'000
Unterschriften von Tauchern aus ganz Europa zusammengetragen werden.
Wir möchten uns an dieser Stelle hiermit aufs herzlichste bei
Allen bedanken, die zu diesem Erfolg beigetragen haben. Gleichzeitig
setzen wir von Project AWARE uns in den verbleibenden Wochen
nochmals sehr intensiv dafür ein, dass das Ergebnis sich noch
um einiges erhöht. |
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Helft mit Eurer Unterschrift
und Spende dieses Massaker zu beenden!
Unterschriftenbögen könnt ihr über uns bei der Stiftung
Project AWARE, Talackerstrasse 89a in CH-8404 Winterthur oder
unter aware@padi.ch beziehen.
Natürlich könnt ihr auch gerne mit Eurer Spende auf das
Konto:
Credit Suisse BLZ 4791, Konto: 850 293 81 diese Kampagne finanziell
unterstützen oder uns zu einer Kreditkartenabbuchung bemächtigen.
Sei dabei! Engagiere Dich! |
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Unterstütze Project AWARE |
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Credit Suisse, BLZ 4791
Kto: 850 293-81
PADI AWARE |
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02/2002 |
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