PADI Instructor Felipe Barrio aus Spanien hat bei dem Foto-Wettbewerb „Shell Wildlife Photographer of the Year“ in der Kategorie „The Underwater World“ einen großartigen Preis gewonnen.
Der Wettbewerb „Shell Wildlife Photographer of the Year“ wird von dem Natural History Museum in London und dem BBC Wildlife Magazin ausgerichtet und von Shell gefördert. Die Kategorie „The Underwater World“ wird von Project AWARE gefördert.
Der jährlich stattfindende Wettbewerb hat das Ziel die atemberaubendsten und originalsten Bilder aus der Wildnis zu finden, die von Fotografen jeden Alters auf der ganzen Welt aufgenommen wurden.
Der Bewertungsausschuss, dem einige der weltbesten Naturfotografen und renommiertesten Wildlife-Experten angehören, benötigte 3 Monate um über die 32.000 Beiträge aus 72 Ländern zu beratschlagen.
Die diesjährigen Wettbewerbsgewinner erhielten ihre Auszeichnungen während einer Gala Zeremonie, die am 24. Oktober 2007 im Natural History Museum in London stattfand .

Felipe nahm dieses unglaubliche Bild einiger Walhaie mit einer Nikon 200D, einer Nikon 10.5mm Linse, 1/50 Sek. bei f4, ISO 160 und einem Seacam Gehäuse auf.

Bezüglich seines Fotos mit dem Namen „Festmahl der Riesen“ (“Giant feast”) sagt Felipe: „Ich bin im roten Meer durch einen heftigen Schlag gegen unser Boot aufgewacht. Es war ein junger, 10 Meter langer Walhai. 4 weitere Haie begleiteten ihn dann, zusammen mit einem Schwarm von Sardinen. Wir gingen mit unserer Schnorchel Ausrüstung ins Wasser und beobachteten Sie 3 Stunden lang ununterbrochen beim Fressen. Sie saugten nicht nur das Plankton ein, sondern auch die Exkremente der Sardinen. Es war eine fantastische Erfahrung. Walhaie sind die größten Fische der Welt. Der Golf von Tadjourah (Djibouti) im Roten Meer ist ein Treffpunkt für diese Giganten, welche sich dort zwischen Oktober und Januar zur Nahrungsaufnahme versammeln. Trotz ihrer enormen Größe ernähren sie sich durch die Filterung des Wassers, indem sie Wasser einsaugen und darin enthaltenes Plankton, Algen, Krill, kleine Tintenfische oder Fische herausfiltern.
Verpasse nicht das komplette Interview mit Felipe für weitere Informationen.
Welcher ist dein unvergesslichster Tauchgang?
Während der 25 Jahre die ich tauche, hat es mir die Natur erlaubt einige atemberaubende Momente zu erleben, daher ist es schwer sich an einen bestimmten zu erinnern. Meine Erfahrung mit den Walhaien in Djibouti gehört sicherlich zu den faszinierendsten, aber die Liste ist noch viel länger: die Erforschung der Triton Bay in Papua, das Entdecken interessanter Spezies in Boangabag, das Gefühl von hunderten Haien bei Galapagos umgeben zu sein, das Erreichen der verborgensten Ecken des Fujikawa Wracks, Truk… Aber vielleicht sollte ich noch die Buckelwale in Banco de la Plata erwähnen. Mit diesen See-Giganten in Kontakt zu kommen und festzustellen, dass diese mit uns stundenlang interagieren und spielen wollen, das war vielleicht der unvergesslichste Moment.
Wie bist du Taucher und Unterwasserfotograf geworden?
Seit ich sehr jung bin habe ich Apnoe Tauchen betrieben und 1982 habe ich mich entschieden Scuba-Taucher zu werden, dies kam eigenartigerweise durch die Höhlenforschung. Danach hatte ich das Bedürfnis Bilder von dem zu machen, was ich unter Wasser sehe, um es anderen Leuten zu zeigen. Zu dieser Zeit bin ich als Autodidakt zum Unterwasserfotografen geworden, es gab damals keine solche Spezialisierung in Spanien. Meine erste Erwähnung als Unterwasserfotograf war die Ernennung zum PADI Instructor für diese Specialty im Jahre 1995.
Was hat dich motiviert um an dem Wettbewerb teilzunehmen?
Normalerweise bin ich nicht sehr an solchen Wettbewerben interessiert, aber ich habe „Shell Wildlife Photographer of the Year“ schon immer als etwas Anderes empfunden, es ist nicht nur ein Wettbewerb, sondern auch eine exzellente Möglichkeit der Öffentlichkeit die wilde Natur von Land und Wasser zu zeigen. Meiner Meinung nach ist es auch die beste Möglichkeit die Menschen zu motivieren, das auf den Bildern Gezeigte zu schützen.
Warum hast du in der Kategorie „Underwater World“ (Unterwasserwelt) teilgenommen?
Ich würde mich selbst al Natur-Fotografen bezeichnen, da ich an Land und unter Wasser arbeite, aber 75% meiner Arbeit findet unter Wasser statt. Die Entscheidung in dieser Kategorie teilzunehmen liegt darin, dass ich glaube, ich kann in dieser Kategorie meinen besten Beitrag leisten.
Was denkst du bringen Unterwasserbilder in den Wettbewerb ein?
Wie vorher angemerkt, denke ich, dass SWPY anders ist als die anderen Wettbewerbe. Wie der Wettbewerb dieses Jahr gezeigt hat, kann die Unterwasserwelt mit ihrer Reichhaltigkeit etwas Tolles beisteuern, es wurden Unterwasserbilder sogar in anderen Kategorien als „Underwater World“ ausgezeichnet. Außerdem möchte ich darauf hinweisen, dass in anderen Foto-Wettbewerben, im Gegensatz zu SWPY, häufig die Gewinnerfotos Taucher, und nicht die wilde Fauna, abbilden. Das ist in sich ein Widerspruch, da der Mensch das einzige externe Element in diesem Ökosystem ist.
Warum Walhaie?
Der Walhai ist der größte Wunsch für viele Taucher. Die Chance zu haben, einem der größten Fische der Welt nahe zu kommen ist auf jeden Fall ein Traum und mit meinem Foto habe ich versucht der Öffentlichkeit, diesen Traum ein bisschen näher zu bringen. Es war für mich auch interessant etwas Seltenes zu zeigen, etwas was nicht sehr häufig in Fotografien gezeigt wird, wie eine Gruppe von Walhaien.
Welchen Rat gibst du Unterwasserfotografen?
Zu aller erst sollten sie die Umwelt respektieren, kein Bild rechtfertigt die Beschädigung eines Riffs. Als zweites, Selbstkontrolle, denn manchmal werden durch den Blitz die Tiere gestört. Also sollte man nicht dutzende Aufnahmen von ein und demselben Fisch oder Tier machen. Als letztes sollte man eine entspannte Einstellung den Tieren gegenüber haben, man sollte sie nicht jagen, sondern ein paar Minuten ruhig abwarten. Dann kann man sicher sein, dass sich einem das Tier von selbst anbietet und man die Möglichkeit bekommt, einzigartige Bilder zu machen.
Wie denkst du können Unterwasserfotografen an dem Walhai Projekt mitarbeiten?
Als erstes können unsere Bilder eine große Hilfe bei der Zählung der Tiere und bei der Nachverfolgung der Orte und Zeiten der Sichtung sein. Zusätzlich können unsere Bilder Kampagnen unterstützen um die Menschen zu sensibilisieren, so dass die Walhaie mehr respektiert werden.
Besuche bitte auch die „Shell Wildlife Photographer of the Year“ Webseite.
Alle Gewinnerbilder sind auch in der Novemberausgabe des BBC Wildlife Magazines veröffentlicht worden.
Project AWARE gratuliert Felipe zu seiner hervorragenden Leistung.
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